Heute, am 3. Advent hatten wir wieder die besondere Freude, unseren wohlbekannten Richard Mang als Prediger zu begrüßen. Immerhin feiert er in diesem Jahr schon das 66. Mal Weihnachten und steht in Gefahr, dass es langsam langweilig wird, meinte er leicht scherzhaft.
Er ließ uns seine große Begeisterung spüren, weil unser Herr Jesus uns verheißen hat, dass er bald wiederkommt. Wahrhaftig sind wir heute 1 Tag näher an Jesu Wiederkunft, als gestern …
Letzten Sonntag hatten wir Besuch von Anja Zilke mit ihrer Familie. Sie hatte einen Koffer mitgebracht von ihrer 12-wöchigen Reise in diesem Frühjahr:
Eine Reise tiefer hinein in eine innigere Beziehung mit Gott – eine Glaubensreise. In ihrem Koffer befand sich als Mitbringsel unter anderem ein Mantel der Liebe Gottes, sowie die Vision von dem Propheten Hesekiel. Hesekiel 47,3-5
Er sah, wie aus dem Tempel Wasser hervorkam. Erst reichte es ihm bis zum Knöchel, dann bis zum Knie und am Ende war es so tief, dass er nicht mehr stehen konnte und schwimmen musste. – Und das war auch der Wunsch von Anjas Reiseleitern, dass die Teilnehmer so umströmt werden von Gottes überfließender Liebe, dass sie darin schwimmen können.
Weiter erklärte sie eine richtige Fokussierung anhand einer Kamera und dem Vers aus 2. Thessalonicher 3,5: Der Herr richte eure Herzen aus auf die Liebe Gottes und auf das Warten auf Christus. Man richtet den Fokus auf ein gewähltes Motiv, das dann deutlich zu erkennen ist. Das hat den Vorteil, dass der Blick von etwas anderem abgewendet werden muss. So wird es schließlich möglich, wenn Gottes Liebe im Fokus ist, dass Belastendes einen untergeordneten Stellenwert bekommt.
Das Gleichnis vom liebenden Vater, besser bekannt unter: Der verlorene Sohn Lukas 15, 11-32, wurde von ihr nicht nur bildlich dargestellt. Sie berichtete:
In einem Kunstworkshop bekamen wir die Aufgabe, einen Satz, der uns während der „Reise“ besonders berührt hat quer über eine große Leinwand zu schreiben und dann ein passendes Gemälde darüber zu malen.
Ich schrieb auf meine Leinwand den Satz: „Alles was mein ist, ist dein.“ aus Lukas 15, 31. Es ist der Satz, den der Vater im Gleichnis „Vom verlorenen Sohn“ zu seinem älteren, zuhause gebliebenen Sohn spricht.
Ich wählte die Kronen für mein Gemälde, weil mir bei einer anderen Zeichenübung im Kurs, bei der ich eine Krone mit geschlossenen Augen aus meiner Erinnerung zeichnen musste und die natürlich sehr unförmig war, folgendes plötzlich so glasklar vor Augen stand:
„Egal, was für eine Krone ich trage, ob prächtig oder schlicht, ob mit Diamanten und Rubinen besetzt oder eine mit tiefen Kratzern – im übertragenen Sinne: egal, wie glänzend oder schlicht mein Leben verläuft, ob es ein einziger Höhenflug ist, oder von Niederlagen und Einbrüchen gezeichnet- dies ist alles nicht wirklich relevant. Wichtig ist nicht, was für eine Krone ich trage, sondern wichtig ist alleine, wer sie mir aufgesetzt hat!
Es geht letztendlich darum, wer dieser König ist, der sie mir, als seinem Kind aufgesetzt hat. Es geht darum welches Reich diese Krone verkörpert, welche Autorität, Würde und welches Recht mir mit dieser Krone verliehen wurde!